Cor Meum

Fachzentrum für gesunde Führung

Hochvernetztes Denken– hört sich gut an. Aber was heißt das eigentlich?


Bei Cor Meum bezeichnen wir die Fähigkeit, ein Ereignis oder auch mehrere Situationen über die Vielfalt unserer Sinne zu erfassen und in einen größeren Zusammenhang zu setzen, als vernetztes Denken. Diese umfassende Art der Informationsverarbeitung ist bei allen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt, und nicht selten kann sie untrainiert zu einer wahren Stress- und Krankheitsfalle werden. Und zwar immer dann, wenn zu viele Reize und Eindrücke ungefiltert auf einen „Vielwahrnehmer“ einprasseln, er sich seiner besonderen Art des Denkens nicht bewusst ist und seine Eindrücke durch eine „Brille“ aus Glaubenssätzen und festgefahrenen Verhaltensmustern gefärbt werden.


In der Regel kann der Weg zur Souveränität über das eigene komplexe Denken nur über Bewusstseinsarbeit erfolgen. Der Grad an Bewusstheit bestimmt unsere erste Wahrnehmung eines Ereignisses und die Fähigkeit, der Vielzahl, der auf verschiedenen Ebenen wahrgenommen Daten, einen übergeordneten Sinn zu verleihen. Er entscheidet somit auch darüber, welche Handlung aus unserer Wahrnehmung resultiert.


Forschungen belegen, dass sich die Wahrnehmung einer Situation erheblich verändern kann – einhergehend mit neuen Sichtweisen und Möglichkeiten –, wenn sich Verstand und Intellekt harmonisch mit der intuitiven Herzintelligenz verbinden. Das Training und die Integration der Herzintelligenz ist daher ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.



Wahrnehmung schärfen: Im Dialog den Perspektivwechsel einladen 


In der Regel stellen Menschen ihre persönliche „Wahrnehmungs-und Interpretationskonzepte“ der Welt erst dann in Frage, wenn sie beginnen, unter ihnen zu leiden – d.h. wenn sich Symptome wie Stress, Erschöpfung und andere psychosomatische Symptome bis hin zu Depression, Burn-Out und andere schwere Krankheitsbilder zeigen. Spätestens dann ist es ratsam, sich diese Konzepte zu vergegenwärtigen und auf Relevanz und Gültigkeit zu überprüfen. Wie wir die Geschehnisse in dieser Welt bewerten, erscheint uns jedoch zunächst als der einzige mögliche Blickwinkel. Dabei können andere Perspektiven diesem mindestens ebenbürtig sein, und für unser Leben und unsere Arbeit eine wertvolle Bereicherung darstellen.


Um einen solchen Perspektivwechsel einzuladen, hilft es, in den Dialog mit einem erfahrenen Reflexionspartner zu gehen. In einem solchen Dialog-Prozess geht es nicht um die Frage von „richtig“ und „falsch“, sondern um das „Bewusst" werden. Hochvernetzt zu denken meint also nicht nur die Fähigkeit, die Welt mit allen Sinnen, also gefühls- und verstandesmäßig zu erfassen, sondern auch die Fähigkeit, uns diese Wahrnehmung bewusst zu machen und sie sogar zu verändern.


In einer Lebens-und Arbeitswelt, in der wir kontinuierlich mit komplexen Herausforderungen konfrontiert werden, die uns neue Herangehensweisen und ungewöhnliche Lösungswege abverlangen, wird das bewusste hochvernetzte Denkens somit zu einer der wertvollsten Zukunftskompetenzen.

Bildvorlage Website Neuronen